Hoch- sprung


Moskau, 21.07.1963, Länderkampf UdSSR : USA

1. 2,28 Valeri Brumel UdSSR
2. 2,15 Gene Johnson USA
3. 2,15 Viktor Bolschow UdSSR
4. 2,10 Paul Stuber USA

Brumel machte sich nach einer starken Hallensaison mit drei Leistungen von 2,20 und höher in der Freiluftsaison 1963 rar und seine Ergebnisse waren nicht so spektakulär wie in den Jahren 1961 und 1962, trotzdem verbesserte er bei seinem einzigen Wettkampf über 2,20 den Weltrekord auf 2,28. Das geschah ausgerechnet bei dem wichtigsten Wettkampf des meisterschaftslosen Jahres, dem Länderkampf gegen die USA am 21.07. in Moskau. Der inzwischen 21-jährige Brumel hatte den Wettkampf bereits gewonnen, nachdem er 2,18 übersprungen hatte. Danach wurden zunächst 2,23 aufgelegt. Brumel schien nicht in Topform, jedenfalls nicht in Weltrekordform zu sein und scheiterte zwei Mal, im dritten Versuch war er hinüber und ließ nun mit 2,28 einen neuen phantastischen Weltrekord auflegen. Wieder scheiterte er zwei Mal ziemlich deutlich und es sah schon so aus, als sei der dritte Versuch nur ein formeller Abschluß eines guten Wettkampfes. Brumel war an diesem Tage jedoch sehr konzentrationsstark und schaffte den nicht mehr für möglich gehaltenen Rekord und versuchte sich sogar noch drei Mal an 2,30, allerdings ohne Erfolg. Es sollte sein letzter Weltrekord sein.
1964 hatte der Weltrekordler vier Wettkämpfe über 2,20 mit einer Bestleistung von 2,24, er war damit im vierten Jahr die Nummer Eins in der Welt, hatte jedoch Mühe bei den Olympischen Spielen den Olympiasiegertitel, der nur für ihn bestimmt schien, gegen John Thomas zu gewinnen - beide übersprangen 2,18 im ersten Versuch, doch hatte Thomas im Verlauf des Wettkampfes zwei Fehlersuche mehr in seinem Wettkampfprotokoll.
1965 sprang Brumel in der Halle mit 2,21 noch einmal über 2,20, schaffte diese Marke in der Freiluftsaison allerdings nicht mehr. Beim ersten Europapokal-Endkampf in Stuttgart gewann er die Konkurrenz in seiner Disziplin mit 2,15, strahlte aber nicht mehr die Stärke der Vorjahre aus. In dieser Phase stoppte ein Motorradunfall Brumels sportliche Laufbahn, sein Sprungbein war mehrfach gebrochen und musste in einer komplizierten Operation wieder zusammengefügt werden. Als der Heilungsprozess unerwartet gut abzulaufen schien und Brumel schon an Krücken gehen konnte, stürzte er an einer Treppe und brach sich das Bein erneut. Er versuchte mit großer Energie zum Hochsprung zurückzufinden und schaffte vier Jahre später mit 2,06 noch einmal eine Leistung, die möglicherweise unter den Umständen genauso hoch zu bewerten ist, wie seine Rekorde.

 

 

 

 

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VALERI BRUMEL

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