Hoch- sprung


Berkeley, 03.07.1971, Länderkampf USA : UdSSR

1. 2,29 Pat Matzdorf USA
2. 2,21 Reynaldo Brown USA
3. 2,18 Kestudis Sapka UdSSR
4. 2,18 Valentin Gawrilow UdSSR

Der Weltrekord Brumels sollte acht Jahre bestehen bleiben. Dem Chinesen Ni Zhiqin gelang in Shangsha am 08.11.1970 vor 80.000 (!!) Zuschauern im dortigen Arbeiterstadion der Sprung über 2,29, doch hatte diese Leistung des asiatischen Straddle-Springers keine Chance auf Anerkennung, da der Leichtathle-tikverband Chinas zu jener Zeit noch nicht Mitglied der IAAF war.
Die größte Sensation in der Entwicklungsgeschichte des Hochsprungweltrekordes ereignete sich am 03.07.1971in Berkeley beim Länderkampf der Giganten USA gegen die UdSSR. Der zweite Mann der Amerikaner war Pat Matzdorf mit einer Hallenbestleistung von 2,21, die er im März des gleichen Jahres ge-sprungen war und einem persönlichen Freiluftrekord von 2,185, gesprungen als Zweiter der AAU-Meisterschaft, die gleichzeitig Ausscheidungswettkampf für diesen Länderkampf war - alles nichts Außergewöhnliches.
Straddle-Springer Matzdorf übersprang, wie sein Landsmann Reynaldo Brown 2,21, nachdem die Russen schon hängengeblieben waren. Das bedeutete Freiluftbestleistung für Matzdorf - die nächste aufgelegte Höhe von 2,25 überwand der junge Student im zweiten Versuch und befand sich damit schon in der absoluten Weltklasse (nur Brumel war mit 2,28 offiziell besser). Dieses Ergebnis war sensationell genug, doch Pat versuchte sich auch noch an der neuen Weltrekordhöhe von 2,29. Nach zwei Fehlversuchen überwand Matzdorf auch diese Höhe und hatte sich damit absolut um acht cm gesteigert, bezogen auf seinen Freiluftrekord gar um 10,5 cm. Er hatte das Glück, dass ihm dieser Höhenrausch vor den Augen der ranghöchsten amerikanischen und russischen Kampfrichtern gelang, auf einem Provinzmeeting erzielt, wäre ihm diese Leistung kaum abgenommen werden. Zwei Wochen nach dem Weltrekord sprang Matzdorf in Durham 2,235, weitere Ergebnisse über 2,20 hatte er 1971 nicht mehr und 1972 gelang es ihm nicht, sich für das US-Olympiateam zu qualifizieren.
1974 stellte er sich als 25-jähriger auf den "Fosbury-Flop" um und erzielte am 24.05.1975 mit 2,24 das zweitbeste Wettkampfergebnis seiner Laufbahn. In der Kombination der bei-den Sprungstile war er damit zu diesem Zeit-punkt unerreicht.
Der Sieg bei den Pan American Games 1971 in Cali mit allerdings sehr durchschnittlichen 2,10, war sein einziger Titel. AAU-Meister wurde er nie.


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PAT MATZDORF, USA

Statistik

Rekorde

Sprungfolge

Weltbeste
1900-1999

Bibliographie

Abkürzngs- verzeichnis

 

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