Peking, 11.06.1983
1.
2,37 Zhu Jianhua China
2. 2,22 Liu Yunpeng China
3. 2,16 Jia Yinqing China
4. 2,12 Lin Chongyang China
5. 2,12 Cui Hongjun China
5. 2,12 Chen Yinhe China
Am 08.11.1970 sprang der Chinese Ni Zhiqin in Shanghai mit 2,29 einen
cm höher als der Weltrekordler Brumel, doch war der chinesische
Verband zu jener Zeit noch nicht Mitglied des IAAF und diese Leistung
konnte nicht als offizieller Weltrekord berücksichtigt werden,
obwohl an der objektiven Leistung und dem regelgerechten Ablauf des
Wettkampfes kein Zweifel bestand. Dieser Status des chinesischen Sportes
änderte sich im Jahre 1978 und auch das menschenreichste Land der
Erde brachte Leichtathleten hervor, die im internationalen Standart
mithalten konnten.
Zum Zeitpunkt des Weltrekordsprunges Ni Zhiqins begann sich in Shanghai
ein siebenjähriger Schüler für den Hochsprung zu interessieren.
Sein Name war Zhu Jianhua, er war schnell gewachsen und wirkte zerbrechlich.
Für den Leistungssport schien er zu schwach. Er hatte jedoch Talent
und liebte das Springen. Er steigerte sich sehr schnell, so verbesserte
sich Zhu als 16-jähriger mit 2,13 schon auf eine beachtliche Höhe.
1981 war er bei 2,30 angelangt und versuchte im nächsten Jahr schon
bei verschiedenen Anlässen einen neuen Weltrekord zu überspringen.
Wessigs Bestmarke überstand zwar die Saison, doch Zhu Jianhua verbesserte
über mehrere Statio-nen den Asienrekord auf 2,33, damit führte
er die Jahresweltbestenliste 1982 an.
Am 11.06.1983 war es dann so weit. Ohne Fehlversuch überwand der
sprunggewaltige Floppspringer 2,08, 2,12, 2,20 und 2,26. Die Latte wurde
dann auf 2,34 gelegt, nach einem Fehlversuch entschloß sich Jianhua
den neuen Weltrekord von 2,37 anzugehen. Sein Mut wurde belohnt, denn
gleich der erste Sprung war gültig. Jianhua war damit der erste
offizielle chinesische LA-Weltrekordler, der ein paar Wochen später
in Helsinki bei den ersten Leichtathletikweltmeisterschaft die erste
Medaille für sein Land ersprang. Überraschungs-sieger wurde
der noch ziemlich unbekannte Russe Gennady Awdejenko vor dem Amerikaner
Tyke Peacock. Dritter wurde der junge und in internationalen Wettkämpfen
noch sehr un-erfahrene Chinese. Sein Potential war noch lange nicht
ausgeschöpft.