Hoch- sprung


Kobe, 04.09.1985, Universiade

1. 2,41 Igor Paklin UdSSR
2. 2,31 Juan Francisco Centelles Kuba
3. 2,26 Gerd Nagel BR Deutschland
4. 2,26 Milton Ottey Kanada
5. 2,26 Olexandr Kotowitsch UdSSR
6. 2,26 Alain Metellus Kanada

Der Weltrekord Rudolf Powadnizins hielt nur 23 Tage, bevor ihn sein Landsmann Igor Paklin als Sieger der Universiade im japanischen Kobe mit 2,41 übertraf. Der aus Kirgisien stammende Titelverteidiger bei der Universiade, den Studentenweltmeisterschaften, Igor Paklin, war im Gegensatz zu seinem Weltrekordvorgänger kein unbeschriebenes Blatt; immerhin wurde er bei den ersten Weltmeisterschaften 1983 in Helsinki Vierter und 1983 und 1984 befand er sich als 6. bzw. 4. unter den besten zehn der Jahresweltbestenliste. Zum Weltrekord bedurfte es allerdings auch einer Steigerung von fünf cm, die in der engen Weltspitze nicht unmöglich jedoch durchaus beachtlich ist.
Paklin, der von seinem älteren Bruder trainiert wurde (war selbst einmal Hochspringer BL: 2,10), war ein starker Wettkämpfer, der sich auf die großen Wettbewerbe konzentrieren konnte und auch dort seine größten Höhen erzielte. In Kobe war er ab den übersprungenen 2,33 allein im Wettbewerb, sprang auf Anhieb über 2,35 und schaffte als krönenden Abschluss im dritten Versuch den Weltrekord von 2,41. Die Konkurrenz war damit noch nicht zu Ende, Paklin traute sich auch noch 2,43 zu, die ersten beiden Versuche waren nicht schlecht und als er sich auf seinen letzten Versuch vorbereitete, machte der Veranstalter zur Vorbereitung der Abschlussfeier das Flutlicht aus. Diese Unachtsamkeit brachte Paklin möglicherweise um eine noch größere Höhe, denn der nach nervigem Hin und Her durchgeführte letzte Sprung hätte trotzdem fast zum Ziel geführt.
Paklins größten internationalen Erfolge waren der Europameistertitel 1986 in Stuttgart, die Siege bei den Hallenweltmeisterschaften 1987 in Indianapolis, der Gewinn der Vizeweltmeisterschaft in Rom und der erste Platz im Europapokalendkampf des gleichen Jahres in der tschechoslowakischen Hauptstadt Prag.
In den Folgejahren war der Erfolg nicht mehr da, er wurde nur Siebenter in Seoul (1988), Zehnter bei den Weltmeisterschaften in Tokio (1991) und bei den Olympischen Spielen 1992 schied er in der Qualifikation aus. 1993 nahm er noch einmal für das nun selbständige Kirgisien an den Weltmeisterschaften in Stuttgart teil, scheiterte aber mit übersprungenen 2,15 in der Qualifikation. In der Jahresweltbestenliste 1999 tauchte der inzwischen 36-jährige Kirgise mit beachtlichen 2,26 noch einmal in der Jahresweltbestenlist auf.


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IGOR PAKLIN, UdSSR

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1900-1999

Bibliographie

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