Salamanca, 08.09.1988, Internationales Sportfest
1.
2,43 Javier Sotomayor Kuba
2. 2,20 Gustavo Becquer Spanien
3. 2,10 Jacek Wszola Polen
4. 2,10 Javier Fabian Spanien
5. 2,05 Rafael Espejo Spanien
1984 sprang Javier Sotomayor, das jüngste Wunderkind des Hochsprungs,
als noch nicht ganz 17-Jähriger mit 2,33 erstmals über 2,30.
Seit 1988 ist er Weltrekordler und immer dann Sieger großer Meisterschaften,
wenn ihn nicht eine Verletzung behinderte. Der dunkelhäutige Kubaner
ist mit einem unheimlichen Absprung ausgestattet, in dieser Beziehung
ist ihm niemand ebenbürtig.
Die Kubaner entschieden sich aus politischen Gründen nicht an den
Olympischen Spielen im südkoreanischen Seoul teilzunehmen. Einer
der Leidtragenden war Sotomayor, der in der Olympiasaison von Mai bis
Anfang September bei 21 Wettkämpfen 2,30 und höher sprang.
Wie gut er seine Saison eingeteilt hatte, zeigte, dass er im September,
dem Montat der Spiele, seine beste Leistung brachte. Im spanischen Salamanca
überwand er zunächst erstmals 2,40 und steigerte sich danach
im zweiten Versuch sogar auf den neuen Weltrekord von 2,43. Er löste
damit den Schweden Sjöberg als Weltrekordler ab.
Am 26.02.1988 war Carlo Thränhardt in der Schöneberger Sporthalle
von Berlin auch 2,42 gesprungen, der Weltverband erkannte auch diese
Leistung als offiziellen Weltrekord an, widerrief diese Entscheidung
im Jahre 1991 jedoch wieder und kehrte zu der Auffassung zurück,
dass Leistungen unter einem Hallen-dach nicht als Freiluftweltrekorde
anerkannt werden.