1. 106,47 (62,32, 44,15) Eric Lemming Schweden
2. 94,39 (51,16, 43,23) Anders W. Kreigsman Schweden
3. 82,93 (38,85, 44,08) Ragnar Skoglund Schweden
Stockholm, 29.09.1912, Schwedische Meisterschaften (beidhändiger Wettbewerb)

Eric Lemming kann als Vater des modernen Speerwurfes bezeichnet werden. Zunächst erzielte er von 1899 bis 1911 acht Weltrekorde bevor die IAAF eine offizielle Rekordliste führte. Den Anfang machte er als neunzehnjähriger mit 49,32 und 1911 war er bei 58,27 angelangt. Im Olympiajahr 1912 steigerte er sich nach den Spielen bei den nationalen Meisterschaften im Olympiastadion von Stockholm bei einem Wettbewerb, der beidhändig ausgetragen wurde, mit seinem stärkeren rechten Arm auf 62,32, diese Weite wurde als erster offizieller Weltrekord aufgenommen.
Der Göteborger Polizeioffizier Eric Lemming war ein vielseitig begabter Athlet. Er nahm schon 1900 an den zweiten Olympischen Spielen teil, dort aber stand der Speerwurf noch nicht auf dem Programm und er tummelte sich in verschiedenen anderen Disziplinen. 1904 nahm Schweden nicht teil, doch 1906, 1908 und 1912 war Eric wieder ein vielbeschäftigter Athlet. Er gewann vier goldene und drei bronzene Medaillen und zählt auch heute noch in den Statistiken zu den erfolgreichsten Olympiakämpfern. In Schweden hat er die Leichtathletik in den Gründerjahren mit geprägt, war zehnmal Meister im Speerwurf, sechsmal im Kugelstoßen, fünfmal im Hammerwurf, dreimal im Diskuswurf und sogar einmal im Stabhochsprung! In den letzten Jahren seiner Karriere startete er unter dem Pseudonym Eric Otto.
Neben der körperlich-sportlichen Begabung hatte Lemming auch eine beachtliche musische Ader, denn er zählten zu den besten schwedischen Pianisten seiner Zeit. 1930 verstarb Eric Lemming leider schon recht früh an einer Herzkrankheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Speer-
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Eric Lemming (Schweden) beim Olympiasieg 1912 in Stockholm

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